Sharity

Technische Daten und Eigenschaften

Die folgenden Spezifikationen gelten für die aktuelle, stabile Sharity-Version. Ältere Versionen können davon abweichen.

Interoperabilität

Unterstützte Server: Windows 95, 98, ME, NT, 2000, 2003, XP; Samba, Network Appliance.
Eingeschränkte Tests mit: AppleShare IP, FacetWin, Compaq Advanced Server, Helios PCShare 3.1, IBM AS400 v5r1/r2, EMC Celerra.

Unterstützte Betriebssysteme

Solaris/Sparc Version 8, 9, 10; Solaris/x86 Version 9, 10; HP-UX 11; AIX 4.3 und neuere; Linux (mindestens Kernel 2.0); FreeBSD; OpenBSD; Mac OS X 10.3 und neuere; Tru64 Unix. Andere auf Anfrage.

Authentifizierungs-Mechanismus

NTLM, NTLMv2, NTLMSSP, Kerberos. Kerberos erfordert, dass das Kerberos-Modul für Sharity installiert sowie das Kerberos-Subsystem des Betriebssystems installiert und für die Anbindung an die Windows 2000-Domäne konfiguriert ist.

Netzwerk Browsing

Zwei Mechanismen: (1) Auffinden von Netbios-Arbeitsgruppen und -Computern im Verzeichnis „entire_network“, (2) Anzeigen von Active Directory-Domänen, -Computern und -Freigaben im Verzeichnis „active_directory“. Das Auffinden von Ressourcen über Netbios ist von der Verfügbarkeit eines Local-Master-Browse-Servers (LMB) abhängig. Der LMB wird durch Netbios-Namensrundrufe gefunden. Active Directory wird nur dann unterstützt, wenn das Kerberos-Modul für Sharity installiert und das Kerberos-Subsystem des Computers zur Anbindung an die Windows 2000-Domäne konfiguriert ist.

Windows 2000-Domänen-Integration

Sharity kann sich mit Hilfe von Kerberos in der Domäne einloggen und LDAP (Active Directory) zum Auflisten von Server-Ressourcen benutzen. Active Directory wird auch benutzt um numerische Anwender/innen-IDs (SIDs) in eine visuell lesbare Form umzuwandeln. Kompatible Domänen-Controller sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Windows 2000, Windows 2003 und Samba.

Verteiltes Dateisystem (DFS)

Wenn Sharity zu einem DFS-Verweis kommt, fragt es automatisch nach den Ziel-Freigaben, wählt die nächstgelegene Ressource und gibt einen symbolischen Link in das Automount-Verzeichnis zurück. Das geschieht transparent im Hintergrund, außer wenn der/die Anwender/in nach einem Passwort für den neuen Server gefragt werden muss.

Benutzeroberfläche

Sharity besitzt eine Kommandozeilen-orientierte und eine grafische Benutzeroberfläche (GUI). Das GUI wird zur Konfiguration und zum Abfragen von Passwörtern verwendet. Mounten, Unmounten, Login, Logout und das Management von Ressourcen sowie der Schlüsselbund-Datenbank können aus der Kommandozeile oder über das GUI erfolgen. Zugriffskontrolllisten (ACLs) können nur über die Kommandozeile bearbeitet werden.

Schlüsselbund-Datenbank

Die Schlüsselbund-Datenbank kann Passwörter für einzelne Computer oder Freigaben sowie Passwörter für Domänen speichern. Wenn ein Passwort aus dem Schlüsselbund anwendbar ist, muss der/die Anwender/in bei einem Login nicht gefragt werden.

Objekte und Operationen im Dateisystem

Unterstützte Objekte: gewöhnliche Dateien, Verzeichnisse, symbolische Links (emuliert, muss im GUI freigeschalten werden); die volle Menge an Unix-Objekten nur dann, wenn der Server die CIFS-Unix-Erweiterungen unterstützt (beispielsweise Samba).
Unterstützte Operationen: Alle außer Dateisperren (File Locking).

Dateisystem-Attribute

Abbildung von Windows auf Unix: Das Unix-„Schreibrecht“-Attribut wird auf das DOS-„Schreibschutz“-Attribut abgebildet. Die Umsetzung des Unix-„ausführbar“-Attributs kann konfiguriert werden. Datei-Besitzer und -Gruppe werden im Unix-Dateisystem nicht unterstützt.
Wenn der Unix-Computer Mitglied in der Windows-Domäne ist, kann auch eine Zuordnung von Windows-Zugriffskontrolllisten (ACLs) auf Unix-Attribute aktiviert werden.
Wenn der Server die CIFS-Unix-Erweiterungen implementiert (z.B. Samba), werden alle Unix-Datei-Attribute unterstützt.
Attribute, die durch spezielle Kommandozeilen-Befehle von Sharity verfügbar sind: Zugriffskontrolllisten (ACLs), Datei-Besitzer und -Gruppe.

Probe-Modus

Der Probe-Modus erfordert keinen Lizenz-Schlüssel und hat kein Zeitlimit. Er ist auf eine Installation (einen „Platz“), eine gemountete Freigabe und eine/n Anwender/in beschränkt. Daher benötigen Sie eine Demo-Lizenz, um mit der DFS-Integration zu experimentieren. Der Probe-Modus darf nur zu Test- und Evaluations-Zwecken verwendet werden.

Internationalisierung

Die grafische Benutzeroberfläche und die Dokumentation sind auf Deutsch und Englisch verfügbar. Die Sprache kann von jedem/r einzelnen Anwender/in auch noch nach der Installation individuell ausgewählt werden.

Zeichensatz-Konvertierung

Dateinamen-Zeichensätze werden zwischen der Codierung des Servers und des Betriebssystems konvertiert. Konvertierungstabellen für die DOS-Code-Pages, ISO 8859-Codierungen und diverse asiatische Codierungen, wie etwa JIS, ShiftJIS, eucJP sowie andere werden mitgeliefert.